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Neues Forschungsprojekt: Bild und Entscheidung

Neues Forschungsprojekt: Bild und Entscheidung. Fallstudien und Analysen bildaktiver Strategien.

Die Entwicklung bildmedialer Techniken hat wesentlichen Anteil daran, dass der Begriff „Strategie“ gegenwärtig nicht nur in der politischen Wissenschaft eine Konjunktur erlebt. Entscheidungen zu treffen heißt, aus möglichen Handlungsoptionen zu wählen. Indem fehlende oder überkomplexe Einsicht den Entschluss erschwert, wird nach Strategien gefragt, die den Entscheidungsprozess steuern und Erfolg oder Wirksamkeit zukünftigen Handelns garantieren. Vor allem aufgrund ihrer eigenen Körperlichkeit haben Bilder auf individuelle oder kollektive Entscheidungsprozesse maßgeblichen Einfluss. Diese Möglichkeiten systematisch auszuloten ist jedoch bislang kaum geschehen. Das Forschungsprojekt »Bild und Entscheidung« will einen Beitrag leisten, diese Lücke zu schließen.

In politischen Prozessen gilt es, Mehrheiten zu mobilisieren und Öffentlichkeit zu überzeugen, um kollektive Entscheidungen zu ermöglichen oder zu legitimieren. Insbesondere an dieser Stelle werden Bilder entscheidungsrelevant. Der Weltsicherheitsrat der UN, jener Schnittstelle von politischer Arbeit und militärischer Intervention, kann als paradigmatische Organisation gelten, um diese Beziehung zu studieren. Das Gremium wurde in den vergangenen Jahrzehnten wiederholt zur Bühne, auf der Bilder Entscheidungen provozierten und steuerten. Das im Cluster Denkbild Ellipse angesiedelte Forschungsprojekt stellt sich daher zunächst die Aufgabe, Entscheidungen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen mit Blick auf ihre Bildpraxis zu analysieren, um einer möglichen Logik von Bildern und Entscheidungen nachzuspüren. (Jan Konrad Schröder, Philipp Ruch)

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