„Mühsam gemacht, ermüdend anzusehen, so sagt man.“ (Hoogstraten 1678)
Neue Einsichten in Rembrandts Kunsttheorie
Vortrag
Prof. Dr. Ernst van de Wetering, Universiteit van Amsterdam
Berlin, 14. Februar 2012, 19 Uhr c. t.
Veranstaltungsort: Humboldt-Universität zu Berlin
Dorotheenstr. 26
Hörsaal 207
10117 Berlin
Vasari (1568) und nach ihm der Niederländische Kunsttheoretiker Karel van Mander (1604) haben Tizians Übergang von der feinen zur rauhen Manier – das Malen in Flecken – als Gesprächsthema in die Ateliers eingeführt. Dass Rembrandt wesentlich differenzierter über die Bewegung der Hand mit dem Pinsel (sowie mit der Feder, Kreide und Radiernadel) nachgedacht haben muss, ist dokumentiert in dem stark von seinem Unterricht beeinflussten, kunsttheoretischen Buch seines Schülers Samuel van Hoogstraten (1678).
Dabei wurde nicht nur über die Praxis des Künstlers sondern auch über die Wahrnehmung des Betrachters theoretisiert.
In Van de Weterings Vortrag wird diese Thematik anhand der historischen Quellen und Detailaufnahmen von Gemälden, Zeichnungen und Radierungen vorgestellt und untersucht. Dabei sollen auch heutige neuro-physiologische Einsichten miteinbezogen werden.
Veranstalter:
Institut für Kunst- und Bildgeschichte, Humboldt-Universität zu Berlin
Kolleg-Forschergruppe Bildakt und Verkörperung
Flyer: pdf