Kolleg-Forschergruppe Bildakt und Verkörperung » Forschungsschwerpunkte

Forschungsschwerpunkte

 

Forschungsschwerpunkte

Das haptische Bild

Das Cluster will Facetten haptischer Bilderfahrung und körperlicher Bildeigenschaften am Beispiel von Artefakten von der Neuzeit bis zur Gegenwart beleuchten. Nachgespürt werden soll dem Status von Bild und Rezipient im Bezug auf haptische und taktile Reize und Sinneswahrnehmungen. Zu erfragen ist, ob und inwiefern die Lebendigkeit von Bildern anhand eines genuin angelegten, auf Seh- und Tastsinn zielenden Impetus begriffen werden kann oder gar muss. → zur ausführlichen Darstellung

Leitung: Markus Rath

Embodied Cognition

Der Forschungsschwerpunkt ‚Embodied Cognition’ untersucht die Rolle des Körpers in der Interaktion mit der Umwelt in Denk- und Wahrnehmungsprozessen aus der Perspektive der aktuellen Philosophie des Geistes und der Kognitionswissenschaften.
Ziel des Clusters ist es, in der Debatte gebräuchliche Stichworte wie „embodiment“ (Verkörperung), „embedded cognition“ (Einbettung), „enactivism“ (Enaktivismus) oder „extended mind“ (aktiver Externalismus) und die diesen Stichworten zugrunde liegenden Positionen zu hinterfragen und mit Vertretern der ‘Embodied Cognition’ zu diskutieren und zu schärfen. → zur ausführlichen Darstellung

Leitung: Joerg Fingerhut

Ästhetik der Verkörperung – Verkörperungstheorien der Ästhetik

Forschungsgegenstand dieses Clusters ist die ästhetische Erfahrung im Kontext von Verkörperungstheorien. Ästhetische Erfahrung zeichnet sich durch ihre Prozessorientierung und den Doppelfokus auf den wahrgenommenen Gegenstand und den leiblich-sinnlichen Prozess der Wahrnehmung selbst aus. Sie ist nicht auf die Identifikation von Dingen, Sachverhalten und Ausdruckscharakteren gerichtet. Ästhetische Erfahrung lässt sich als die Affektion des Körperschemas (Head, Bethoz, Gallagher) durch ein Bildschema (Johnson) charakterisieren und ist eine unverzichtbare Ressource für das Verständnis dessen, „was es bedeutet, verkörpert zu sein“ (Krois). → zur ausführlichen Darstellung

Leitung: Dr. Alex Arteaga, Dr. Marion Lauschke, Einav Katan

Denkbild Ellipse

Der Forschungsschwerpunkt bearbeitet zwei Bereiche im Verbund: Einmal die Aktualisierung der Arbeiten des Kunsthistorikers und Philosophen Edgar Wind, dessen Bild- und Verkörperungsphilosophie für die heutige Debatte wegweisend ist; zum Anderen die Erforschung frühneuzeitlicher Bildkonflikte mit Fokus auf ihre insbesondere durch bildhafte Pathosformeln angetriebene Entscheidungsdynamik. Das Forschungsprojekt Bild und Entscheidung. Modelle und Analyse bildaktiver Strategien ist diesem Forschungsschwerpunkt beigeordnet. → zur ausführlichen Darstellung

Leitung: Dr. Pablo Schneider, Mitarbeiter: Franz Engel, Dr. des. Jan Konrad Schröder, Philipp Ruch

Embodiment and iconicity in the philosophy of Charles Sanders Peirce

Das Cluster verfolgt zwei übergreifende Ziele: erstens wird Grundlagenforschung zu Peirce durch die systematische Erfassung und Zugänglichmachung seines Nachlasses vorangetrieben und zweitens werden Tiefenbohrungen zum Bilduniversum von Peirce im Rahmen eines zu etablierenden Forschungsfeldes “Bildnerisches Denken” vorgenommen, das die Logik nicht-diskursiver Symbolformen in den Blick nimmt. → zur ausführlichen Darstellung

Leitung: Prof. Dr. Jürgen Trabant, Mitarbeiter: Tullio Viola, Franz Engel, Moritz Queisner

Historische Anthropologie der Bilder

Der Forschungsschwerpunkt zur historischen Anthropologie der Bilder befaßt sich mit dem Verhältnis von Bild und Verkörperung in historischer Perspektive. Er fragt danach, was sich in der zeitlichen Perspektive verändert, wenn sich die Darstellungsart wandelt. Stellt der »homo depictor« im historischen Abstand Dinge der Außenwelt anders dar, betrifft das nicht alleine Fragen des Stils, also der Art und Weise wie dieselben Dinge in historischer Entwicklung anders dargestellt werden, sondern über ihre bildliche Aneignung die Dinge selbst. In einem Bildakt wird die Wirklichkeit durch das Mittel der Darstellung konstruiert. Die Geschichte der Bilder kann in diesem Sinne Aufschluß über die Geschichte der menschlichen Bemühungen aufzeigen, um das zu konstruieren, das wir Wirklichkeit nennen. → zur ausführlichen Darstellung

Leitung: PD Dr. Jörg Trempler